Verwaltung Tunnelbauten
Der Tunneldienst führt ordentliche und außerordentliche Arbeiten an den technischen Anlagen der verschiedenen Straßentunnel durch, das sind insgesamt 208 Tunnel mit einer Länge von mehr als 68 Kilometer.
Der Tunneldienst sieht eine enge und tägliche Zusammenarbeit in der Überwachung der Tunnels mit den verschiedenen Ämtern der Zonen, den Verantwortlichen für die Sicherheit
und Instandhaltung („VSI“) der verschiedenen Tunnels und den für die Wartung beauftragten Firmen vor. Da die betreffenden Tunnels 365 Tage im Jahr und rund um die Uhr sicher befahrbar sein sollen, ist die Präsenz eines „VSI“ notwendig, um die Wartung der technischen Anlagen zu garantieren, diese konstant zu überwachen und Entscheidungen bei Notfällen oder Defekten zu treffen. Unsere Techniker garantieren den Bereitschaftsdienst.
Der „RSM“ ist ein spezialisierter Techniker, der mehrere Tunnel in einem vorbestimmten geografischen Gebiet verwaltet. Er plant, koordiniert und überprüft die ordnungsgemäße Durchführung von Wartungs- und Notfalleinsätzen der technologischen Anlagen der Tunnel, auch über die Videoüberwachungszentrale. In schweren Fällen muss der „RSM“ seine Anwesenheit vor Ort innerhalb von 1 Stunde gewährleisten. Der Tunnelsicherheitsdienst verfügt über eine Fernüberwachungszentrale, die täglich die Funktion der angeschlossenen technischen Anlagen der Tunnel überwacht und im Alarmfall nach standardisierten Anweisungen vorgeht. Die regelmäßige Wartung, die erforderlich ist, um den ordnungsgemäßen Betrieb der Tunnel zu gewährleisten, betrifft die folgenden Anlagen:
- Stromversorgungssystem (Mittel- und Niederspannungsanlagen)
- Sicherheitsstromversorgungssystem (USV-Anlagen, Notstromaggregat)
- Beleuchtungssystem im Tunnel (Dauerbeleuchtung, Notbeleuchtung, Verstärkungsbeleuchtung)
- Beleuchtungssystem in technischen Räumen (normale und Notbeleuchtung)
- SPS-System
- Steuerungs- und Überwachungssystem
- Brandmeldesystem (Taster, Rauchmelder und Fibrolaser-Kabel)
- Trübungs- und CO-Wert-Messsystem
- System zur Erfassung der Geschwindigkeit und Richtung der Luftströmung im Tunnel
- Belüftungssystem (Längs-, Axialventilatoren und Betrieb im Brandfall)
- Ampelsystem
- SOS-Anrufsysteme, die mit der Notrufnummer 112 verbunden sind
- Telefon- und Alarmsystem
- Hinterleuchtetes Beschilderungssystem
- PMV-System (variable Nachrichtentafeln)
- Brandschutzsystem (tragbare Feuerlöscher, fest installierte Hydranten)
- Videoüberwachungssystem
- Drainagewassersammelsystem
- Radiosystem, Mobilfunknetz
- Sammelbecken für Wasser/Flüssigkeiten
Um die Sicherheit der Straßenbenutzer zu gewährleisten, sind neben den SOS-Stationen, die mit der Notrufnummer 112 verbunden sind, die wichtigsten Tunnel mit Mobilfunksignalen der vier Hauptanbieter abgedeckt.
Der Tunnelsicherheitsdienst verwaltet auch Wetter-Webcams und Photovoltaikanlagen:
Die Wetter-Webcams sind an strategischen Punkten des Straßennetzes installiert, um einen rechtzeitigen Winterdienst (Schneeräumung) entlang der zuständigen Straßen zu gewährleisten.
Die Photovoltaikanlagen erzeugen Strom und können mit Netzeinspeisung (dedizierte Abnahme), Eigenverbrauch oder vollständiger Netzeinspeisung des erzeugten Stroms betrieben werden. Im ersten Fall wird der erzeugte Strom direkt von den Tunnelnutzungen verwendet, z.B. beim Tunnel in St. Jakob in der Gemeinde Leifers. Im zweiten Fall kann der Strom verkauft und ins Netz eingespeist werden, z.B. bei den Anlagen in Vintl und Brixen.
Letzte Aktualisierung: 02/05/2025